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Deutschlands Pfarrer und Pastoren haben in kleinen Dörfern maximal zwei Kirchen . Die eine gehört der katholischen und die andere der evangelischen Kirche. Für kleine Dörfer von bis zu 200 Einwohnern eigentlich auch genug. Nicht so in Maroulas auf Kreta! Unser Dorfpope “Pappas Niko” hat mit seinen fast 50 Jahren beachtliches geleistet. Im laufe der Jahre hat er in und um Maroulas 11(elf)! Kirchen geschaffen. Teilweise wurden sie Neuerbaut, teilweise von Grund auf restauriert. Mit einer unglaublichen Liebe zum Detail, hat er die Kirchen an den schönsten Plätzen errichtet. Jeder Euro, jeder Cent, der durch Spenden oder Verkauf von Kerzen hereinkommt, steckt er in seine “Eklisias”. Unser Poppe zeichnet sich durch seine innere Ruhe und Ausgeglichenheit aus. Wo immer man umherwandert, trifft man auf ihn. Eben noch in einer seiner Kirchen, versorgt er wenig später seine Tiere oder kümmert sich um seine Olivenbäume. Gesellig setzt er sich zu den “Schäfchen” vor dem Kafenion, plaudert anderenorts mit Besuchern oder sitzt Gedankenversunken auf der Terrasse seiner jetzt verpachteten Taverne. Man hat das Gefühl, er lenkt die Geschicke des gesamten Dorfes. Ein Tourist wurde mal gefragt, wie er sich Gott vorstelle, worauf seine spontane Antwort war: ” Den stelle ich mir wie Pappas Niko vor”. Ich glaube, damit ist ohne hier Gotteslästerung zu betreiben, alles gesagt. Bevor wir auf den nachfolgenden Seiten die einzelnen Kirchen erkunden, noch einige Bilder aus dem Alltag unseres Popen.
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